BRUNO
TAUT
Architekt und Maler
werkbund seit 1919
INA LANDT
"Käseglocke"
Bleistiftuzeichnung
Intro: Bruno Taut ist voraussichtlich in den Jahren 1925 bis 1928 mehrmals in Worpswede. Er trifft sich hier mit Leberecht Migge. Sie arbeiten im Planungsbüro von Migge zu den Großprojekten des sozialen Wohnungsbaus in Berlin. ......
1926 wurde nach Plänen des Architekten Bruno Taut die Worpsweder
Käseglocke von dem Schriftsteller Edwin Koenemann erbaut. Der Rundbau steht direkt auf dem Grundstück neben dem Sonnenhof von Migge.
Biographie:
1880 in Königsberg geboren. Nach Abschluß der Architektenausbildung
zieht Bruno Taut 1902 nach Berlin und arbeitet für den
Jugendstil-Architekten Bruno Möhring. 1909 eröffnet er sein eigenes
Architekturbüro. 1913 Planung der `Gartenstadt Falkenberg´.
1914
Entwurf des `Glashauses´ als Pavillon der Deutschen Glasindustrie
auf der Ausstellung des Deutschen Werkbundes in Köln. 1919 ist er
Initiator des `Arbeitsrat für Kunst´, der versucht, die
Novemberrevolution von 1918 auch auf den Bereich der Kunst
auszudehnen. 1921-24 läßt er als Stadtbaurat in Magdeburg in der
Aktion `farbiges Magdeburg´ ganze Straßenzüge und auch das Rathaus
bunt anmalen. Er bezieht die Farbe als relevantes Element mit in die
Architektur ein.
1924-31
baut Bruno Taut in Berlin Siedlungen mit ca. 12 000 Wohnungen.
Darunter die `Hufeisensiedlung´- in der auch Heinrich Vogeler wohnte
- und die Waldsiedlung `Onkel Toms Hütte´. Schwerpunkt liegt auf
der gesellschaftlichen Seite der Architektur. In dieser Zeit arbeitet
Bruno Taut gemeinsam mit Leberecht Migge und ist deswegen zeitweise
in Worpswede.
1932
richtet er in Moskau für die Stadtverwaltung ein großes Büro für
Neubauten ein. 1933 geht er über die Schweiz ins Exil nach Japan.
1936 zieht er in die Türkei und wird dort Leiter der
Architekturabteilung an der Akademie der Künste Istanbul und Chef
der Bauabteilung im Unterrichtsministerium in Ankara. 1938 stirb er
in Istanbul.

INA LANDT
"Käseglocke"
Radierung, aquarelliert
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...............in Aufbau
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